Der Dekanatsfrauenausschuss des Evang. Dekanats Gießen lädt zu einer Informationsveranstaltung am 25. September 2018 um 20.00 Uhr in Gießen, Kongresshalle Kerkrade-Zimmer ein.

Gegenwärtig laufen aufgrund des §219a Prozesse gegen mehrere Ärztinnen, die Abbrüche durchführen. Der §219a verbietet Ärztinnen und Ärzten öffentlich – also auch im Internet – darauf hinzuweisen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Bei diesen sachlichen und fundierten Informationen handelt es sich keinesfalls um „Werbung“. Der jetzige §219a schränkt die Informationsfreiheit von Frauen ein und hat eine Geschichte, die bis zur Bevölkerungspolitik der Nationalsozialisten zurückreicht. Die Frauenarbeit im Dekanat Gießen sieht diese Zustände mit Sorge, denn Frauen müssen sich frei informieren und bei einer Entscheidung für den Abbruch einer Arztpraxis ihrer Wahl anvertrauen können. Auch der Landesverband der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau forderte – anders als die EKHN - in einem Positionspapier vom Januar 2018 die Abschaffung dieses Paragraphen.

Am 25. September 2018 werden folgende Fachleute ihre Positionen zum Thema darlegen: Johanna Wirxel, Referentin für Frauen*Politik im Landesverband Ev Frauen in Hessen und Nassau e. V., Dr. med. Brigitte Ende für die Liste demokratischer Ärztinnen und Ärzte in der Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen, Propst i. R. Pfarrer Michael Karg , Prof. Dr. Angelika Nake, Fachanwältin für Familien- und Medizinrecht. Die Moderation des Abends hat Elisabeth Faber, ehem. Frauenbeauftragte des Landkreises Gießen, übernommen. Organisation und Begrüßung liegt in den Händen von Pfarrerin Angelika Maschke, Frauenarbeit Dekanat Gießen. Das Schlusswort spricht Luise Böttcher, Vorsitzende der Ev. Frauen in Hessen und Nassau.