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Zu dem Themenabend der Lib’ELLEn am 17.3.2016 konnte Frau Monika Ingendorf neben der Referentin Frau Dr. Martina Klein, Leiterin Fundraising, Klinikum Dortmund gGmbH, auch Damen des Zonta Clubs Dortmund zusammen mit der Präsidentin Frau Claudia Austermann begrüßen.

Thema des Abends war: Bürgerschaftliches Engagement einer Stadgesellschaft – Möglichkeiten und Grenzen.

Dr. Martina KleinAm Beispiel der Spendenkampagne für das Kinder-MRT am Klinikum Dortmund verdeutlichte Frau Dr. Klein eindrucksvoll, was bürgerschaftliches Engagement in Zeiten abnehmender öffentlicher Finanzierung leisten kann und wie erfolgreiches Fundraising funktioniert. In der heutigen Zeit gibt es viele Menschen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen für die Gesellschaft engagieren möchten. Fundraising beschafft Ressourcen in Form von Geld-, Sach- und Zeitspenden und hat 4 Säulen: Kontakte, Zeit, Projekte und Geld. Gutes Fundraising zeichnet sich aus durch hervorragende Vernetzung mit einflussreichen Institutionen und Menschen, intensive Kommunikationsarbeit (z.B. mit regionalen, überregionalen und internationalen Medien), Einsatz der sozialen Netze, absolute Transparenz und Ehrlichkeit über Erfolge und Misserfolge, Aktionen, die Aufmerksamkeit auf das Projekt lenken, das persönliche „Danke-sagen“ an alle, die im Großen oder Kleinen helfen, und das Feiern von Erfolgen. Der Spender ist Partner.

Beim Fundraising wird nicht um Geld gebettelt, sondern alle zusammen realisieren gemeinsame Ziele. Fundraising ist somit ein Tauschgeschäft. Bezogen auf das Kinder-MRT bedeutete dies, dass zunächst die Geschäftsführung der Klinik und die Mitarbeiter von dem Projekt überzeugt sein mussten. Es entstand eine gemeinsame Strategie mit der Geschäftsführung und der Stabsstelle Fundraising. Deren Engagement und Überzeugungskraft machten dann viele Formen von Aktionen möglich und erfolgreich, z.B. Kettenreaktionen im Konzerthaus, Auktion des BVB-Strandkorbes, Aktion der JVA Schwerte, Benefizveranstaltung mit Jürgen Klopp, der Verkauf des Maskottchens Alex usw. So konnte das Kinder-MRT angeschafft und mit großem Erfolg in Betrieb genommen werden. Es ermöglicht Untersuchungen, die ohne Sedierung auskommen, weil das Gerät offen und die Geräuschkulisse minimiert worden ist. Adolf Winkelmann schaffte bewegte Bilder für den Raum, wie Fotos eindrucksvoll zeigten. Kinder können sich die Filme aussuchen und bleiben ruhig liegen.

Mit ihrem interessanten Vortrag hat Frau Dr. Klein alle Zuhörerinnen und Zuhörer davon überzeugt, dass Fundraising eine lohnende Form des bürgerschaftlichen Engagements für eine gute Sache ist.
(Edelgard Dingerdissen)

Publikum bei der Veranstaltung der Lib'ELLEn Dortmund am 17.03.