HerdprämieDurch das Urteil der Karlsruher RichterInnen wird das Betreuungsgeld - zu Recht auch als "Herdprämie" bezeichnet und von Liberalen von vornherein abgelehnt - außer Kraft gesetzt. Das ist gut so! So werden Frauen künftig nicht mehr ermuntert, zu Hause bleiben. Vielmehr eröffnen sich jetzt Chancen für Mütter, den Kontakt zum Berufsleben beizubehalten oder eher wieder zu suchen. Und Kinder erhalten die Chance, durch früheren Zugang zu Angeboten der frühkindlichen Bildung und das Aufwachsen mit Gleichaltrigen ihre Talente und auch soziale Kompetenzen zu entwickeln. Nichts gegen Familien, die ihre Kinder eine Zeitlang selbst betreuen wollen. Aber durch Geldzahlung insbesondere Frauen mit geringerem Bildungsgrad und entsprechend schlechterer Berufsperspektive künstlich zu Hause zu halten, ist sowohl für die betroffenen Mütter als auch für ihre Kinder der falsche Weg.
Jetzt liegt es an den Ländern, ihre Familienpolitik entsprechend so auszurichten, dass Chancen und Zugang zu Berufsleben und Betreuung ergriffen werden können. Die Liberalen Frauen und die FDP werden sich auf allen politischen Ebenen dafür einsetzen.