Europäische KommissionBrüssel - "Der Durchbruch für mehr Frauen in politischen Spitzenämtern wurde mit dem heute bekanntgegebenen Vorschlag für die Zusammensetzung der nächsten Europäischen Kommission mal wieder verpasst", kommentiert Gesine Meißner, Bundesvorsitzende der Liberalen Frauen und Vizepräsidentin der Europäischen Liberalen Frauen, die Bekanntgabe der Kandidaten für die EU-Kommission.

"Ohne das starke liberale Engagement für mehr Frauen in der Kommission wäre Junckers Bilanz verheerend, aber vier der fünf liberalen Kommissare sind Frauen. Von der Europäischen Kommission sollte eigentlich ein Zeichen ausgehen, stattdessen haben die Mitgliedstaaten es nur auf den letzten Metern geschafft genauso viele Frauen zu nominieren wie in der letzten Kommission. Auch da waren es die Liberalen, die die Hälfte der Frauen stellten. Sozialisten und Konservative haben es anscheinend immer noch nicht verstanden, wie wichtig es ist, auf eine ausgeglichen Geschlechterbilanz zu achten.

Stattdessen ist der spanische Kandidat Miguel Arias Cañete erst Anfang des Jahres durch sexistische Sprüche über die Schwierigkeiten einer offenen Debatte mit Frauen aufgefallen. Bei seiner Anhörung im Europäischen Parlament werden wir Liberale daher noch einmal ganz genau auf die Eignung als Kommissar achten", so Meißner.